Eine wahre Weihnachtsgeschichte

Weihnachtsgeschichte

Der Leobersdorfer Christkindlmarkt ist nicht nur eine traditionsreiche und beliebte Veranstaltung, die ständig attraktive Neuerungen bietet und erst 2013 mit einer großflächigen Überdachung, neuen Hütten und erweitertem Angebot ihren bisher letzten kräftigen Relaunch erfahren hat. Nein, vom Christkindlmarkt gingen außerdem Impulse aus, in deren Gefolge eine ganze Gemeinde positiv verändert wurde, politisch, aussehensmäßig und wirtschaftlich. In Niederösterreich wohl einmalig.

Die Gründer

Den Auftakt setzte der mittlerweile längst verstorbene Bürowaren- und Papierhändler Andreas Zeise, der 1987 bei einem gewissen Anton Bosch auftauchte, der, obwohl Leobersdorfer, eigentlich den Großteil seiner privaten und wirtschaftlichen Interessen außerhalb von Leobersdorf gelagert hatte.

Bosch erinnert sich: „Ich hatte damals zwar zwei Geschäfte in Leobersdorf, aber der Sitz meiner aufstrebenden Bauträgerfirma war in Wiener Neudorf. Da kam der Herr Zeise zu mir mit der Frage, ob ich nicht gemeinsam mit ihm Marketingschwerpunkte für die Leobersdorfer Geschäftswelt setzen wolle. Es kam dann zu mehreren Treffen mit Wirtschaftstreibenden der Marktgemeinde und es wurde die Idee eines Christkindlmarktes geboren. Zeise wollte sich um die Hütten kümmern und ich strebte die Gründung eines Vereins mit dem Namen „Zukunft Leobersdorf" an.

Damals konnte noch niemand die Folgen für Leobersdorf vorhersagen. Man glaubte an den Christkindlmarkt, an sonst vorläufig nichts. Jedoch der Erfolg beflügelte. Man wollte mehr bewegen in Leobersdorf.

Aus dem Verein wuchs schließlich die „Liste Zukunft Leobersdorf", die 1990 erstmals bei einer Gemeinderatswahl kandidierte, vier Mandate erreichte und seit 1995 den Leobersdorfer Bürgermeister stellt, der bis 2011 Anton Bosch hieß.

Der Aufbau mit Hürden

Im November 1987 wurde der Christkindlmarkt eröffnet und rasch zum Erfolg. Fast jedes Jahr wurden weitere Innovationen gesetzt.

Immer, wenn Anton Bosch von etwas überzeugt ist und etwas durchsetzen will, wird er zur personifizierten Ungeduld und setzt enorme Energien frei.

„Ein Christkindlmarkt nur mit Hütten ist etwas dürftig, ich wollte eine Weihnachtsbeleuchtung für Leobersdorf und wenn, dann schon eine ordentliche", so Bosch. „Kostenvoranschlag damals eine Million (!) Schilling.

Wie schafft ein Verein einen derartigen Kraftakt? Die Lösung: Ich machte die Vorfinanzierung und die "Zukunft"-Mitglieder erklärten sich bereit, fünf Jahre hindurch jährlich je 5.000 Schilling zu bezahlen. Letztlich beschaffte ich die Beleuchtung mit diesem Finanzierungsmodell "auf Kreide"." Es stellten sich noch andere Schwierigkeiten ein – vor allem in der Zusammenarbeit mit der damaligen Gemeindeführung.

Im November 1987 wurde der Christkindlmarkt eröffnet und rasch zum Erfolg. Fast jedes Jahr wurden weitere Innovationen gesetzt.

Immer, wenn Anton Bosch von etwas überzeugt ist und etwas durchsetzen will, wird er zur personifizierten Ungeduld und setzt enorme Energien frei.

„Ein Christkindlmarkt nur mit Hütten ist etwas dürftig, ich wollte eine Weihnachtsbeleuchtung für Leobersdorf und wenn, dann schon eine ordentliche", so Bosch. „Kostenvoranschlag damals eine Million (!) Schilling.

Wie schafft ein Verein einen derartigen Kraftakt? Die Lösung: Ich machte die Vorfinanzierung und die "Zukunft"-Mitglieder erklärten sich bereit, fünf Jahre hindurch jährlich je 5.000 Schilling zu bezahlen. Letztlich beschaffte ich die Beleuchtung mit diesem Finanzierungsmodell "auf Kreide"."

Es stellten sich noch andere Schwierigkeiten ein – vor allem in der Zusammenarbeit mit der damaligen Gemeindeführung.

Ständige Innovationen

Im November 1987 wurde der Christkindlmarkt eröffnet und rasch zum Erfolg. Fast jedes Jahr wurden weitere Innovationen gesetzt.

Bosch hat auch eine Geschichte über die damalige Punschzubereitung parat: „Meine Mutter hat in ihrer Waschküche in einem großen Kessel echten (!) Punsch zubereitet, den ich in Kanistern zum Markt gebracht habe.

Erfolg beflügelt! „Wir wollten mehr, unter anderem ein Ringelspiel", erinnert sich Bosch. „ Dieses ,Dampfkarussell' ist heute noch erfolgreich in Betrieb. Alfred Kohlhauser, mit dem ich heute noch zusammenarbeite und ich holten das Ringelspiel aus Deutschland und hatten bei der Rückfahrt am Walserberg beim Zoll Probleme, weil die Grenzbeamten nicht wussten, wie sie ein Ringelspiel trotz vorliegender Rechnung verzollen sollten."

Dann kam das Adventhaus und es musste auch ein Weihnachtszug her. „Ich fuhr damals extra nach Italien, um den Zug zu beschaffen, aber die Qualität für den Betrieb war unter jeder Kritik. Wir mussten den Zug technisch erst ,aufrüsten'. Aber dann funktionierte er, fährt heute noch und ist vom Christkindlmarkt nicht wegzudenken."

Eine vom Aufwand große Anschaffung war außerdem die Drehorgel aus Deutschland. Aber bei der „Zukunft" fand sich niemand, der sich das Spielen damit zutraute. Es blieb an Anton Bosch hängen und so hat er bis heute seine „Exklusivauftritte".

Die bisher letzte große Errungenschaft war eine Überdachung des Platzes im „Hüttengeviert" und somit die Schaffung einer weitgehenden Wetterunabhängigkeit!

Der Chef – ein Romantiker durch und durch

Die Organisation des Christkindlmarktes liegt heute noch immer in den Händen des unverbesserlichen Weihnachtsromantikers Herrn Anton Bosch.

Bosch: „Heute, nach fast 20 Jahren spiele ich die Drehorgel noch mit großer Freude, vor allem für die Kinder und dann sage ich mir immer: Ja, schön ist es auf unserem Leobersdorfer Christkindlmarkt und vor allem ist es schön, dass wieder Weihnachten kommt. Unser vordergründiges Anliegen ist eigentlich, allen Besuchern egal welchen Alters, Freude zu bereiten."

Eigentlich klingt die Geschichte des Leobersdorfer Christkindlmarktes selbst fast wie ein Weihnachtsmärchen. Und wenn dann die Besucher mit leuchtenden Augen, auch so manches Kind im Manne wird da wach, vor Ständen mit Spieluhren, Christbaumschmuck, Lebkuchen, Krippen usw. stehen, dann...

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